Eine Initiative evangelischer Missionswerke, Verbände und Kirchen unter
dem Dach des Evangelischen Missionswerks in Deutschland (EMW)

Brasilien: Dialog auf der Palmrinde

Kulina-Mädchen im Amazonasgebiet. (ELM)

Beim Seminar im brasilianischen Amazonasgebiet kommt Unruhe auf. Missionar Frank Tiss erzählt von Gerechtigkeit für die Schwachen. Zwei Männer verlassen den Raum. Ist Tiss zu weit gegangen – hat er Menschen überfahren? Er fragt nach und hört: „Nein, wir wollen nur schnell unsere Kassettenrekorder holen, um deine Rede aufzunehmen“. Auch die restlichen Dorfbewohner sollen dies hören. 

Das Reden über den Glauben beginnt bei Tiss auf dem aus Palmrinde gefertigten Fußboden einer Hütte: „Wir befragen uns gegenseitig, antworten, erzählen.“ Wenn er vom Umgang Jesu mit Armen und am Rande ihrer Gesellschaft Stehenden spricht, erntet er oft Staunen: „Dieser Jesus ist doch bei den Reichen in der Stadt!“ Jesus, ein Freund der Armen – das ist „Frohe Botschaft“, die die Kulina durch das gemeinsame Leben mit Familie Tiss erleben.

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Ich bin heute ein eingefleischter Atheist...

und dennoch bin ich beeindruckt von dem enormen Beitrag, den christliche Missionsarbeit in Afrika leistet – im Unterschied zu der Arbeit säkularer Nichtregierungs- organisationen, von Regierungsprojekten und internationalen Hilfsprogrammen. Diese allein werden es ebenso wenig richten wie Aufklärung und Bildung. Die eigentliche Veränderung in den Herzen der Menschen Afrikas wird durch den christlichen Glauben bewirkt. Das führt zu einem geistigen Wandel, einer echten Wiedergeburt und einer positiven Veränderung.

Matthew Parris  aus »The Times« vom 27. Dezember 2008

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